Deutschland kauft den F-35

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Wie von der Allianz erwartet, hat die Bereitstellung Deutschlands von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr Folgen – Deutschland beschafft ebenfalls den F-35!

«Jetzt muss der F-35 her, das modernste Kampfflugzeug der Welt und von vielen unserer Partner genutzt», verkündete die Vorsitzende des deutschen Verteidigungsausschusses Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Bereits im Januar hatte sich Finnland für 64 Stück des US-Mehrzweck-kampfflugzeugs F-35 entschieden. Aus Kanada könnte bald eine weitere Bestellung desselben Modells folgen.

Deutsches Umdenken beim F-35

Frühere Bedenken der Bundesregierung, der Kauf der F-35 könnte die Zusammenarbeit mit Frankreich an einem «europäischen Kampfflugzeug der Zukunft» konterkarieren, sind aus Sicht Berlins entkräftet. Deutschland setzt jetzt auf ein am Markt verfügbares Modell, statt länger zuzuwarten. Auch die Kooperationsmöglichkeiten und der technische Fortschritt überzeugten – Deutschland beschafft 35 Kampfflugzeuge des Typs F-35A. Das muss auch der Schweiz zu denken geben.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Das Parlament und der Bundesrat müssen den Kauf des F-35 so rasch wie möglich abschliessen – ohne Rücksicht auf die Verzögerungstaktik der Armeegegner. Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), SP und Grüne haben ihr Versprechen, die Stop-F-35-Initiative spätestens im März/April 2022 einzureichen, bis jetzt nicht eingehalten. Dies wäre nötig, damit die Schweiz noch vor Ablauf der Offertengültigkeit für die F35-Kampfjets (März 2023) über die Initiative abstimmen könnte. Angesichts dieses Wortbruchs, der zu erwartenden Produktionsengpässen und der damit drohenden Preissteigerung bei Bestellverzögerungen ist die nicht frist-gerechte Unterzeichnung der Offerte für die Schweiz verheerend. Andere Länder könnten den Produktionsslot der Schweiz übernehmen. Der Kosten-rahmen könnte massiv überschritten werden und aufgrund von Liefer-verzögerungen droht eine Fähigkeitslücke unserer Luftwaffe per 2030.