Die Schweizer Stimmbevölkerung hat heute das revidierte Zivildienstgesetz angenommen und damit ein klares Zeichen für eine sichere und wehrhafte Schweiz gesetzt. Die Vorlage korrigiert die Fehlentwicklungen der letzten Jahre, stellt die verfassungsmässige Wehrgerechtigkeit wieder her und ist ein entscheidender erster Schritt zur langfristigen Sicherung der Bestände von Armee und Zivilschutz.
Die Bundesverfassung schreibt die Wehrpflicht klar vor, doch die Realität sah zuletzt anders aus: Eine faktische Wahlfreiheit führte dazu, dass allein im Jahr 2025 über 7’200 Personen in den Zivildienst wechselten. Um die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz und die Einsatzbereitschaft des Zivilschutzes langfristig zu sichern, haben Bundesrat und Parlament ein Massnahmenpaket erarbeitet. Die heute angenommene Revision erschwert mit sechs gezielten Massnahmen den unbegründeten Wechsel aus dem Militärdienst.
Bestände sichern in einer unsicheren Welt
Der Krieg in Europa und die globale Instabilität erfordern eine wehrhafte Schweiz. In den letzten Jahren wurde die Armee durch die hohe Zahl an Abgängen spürbar geschwächt. Nationalrat Heinz Theiler (FDP), Vize-Präsident der Allianz Sicherheit Schweiz, zeigt sich deshalb über den heutigen Volksentscheid erleichtert: «Die schleichende Erosion unserer Armee gefährdete unsere Sicherheit. Das heutige Ja ist ein erster Schritt, diesen Trend zu stoppen.» «Zugleich können Spätübertritte von bereits ausgebildeten Kadern und Spezialisten verhindert werden – ein Problem, das auch von linker Seite anerkannt wurde», ergänzt Nationalrat Michael Götte (SVP), Vize-Präsident der Allianz Sicherheit Schweiz. Die Revision stellt sicher, dass wertvolle Führungskompetenz dort bleibt, wo sie für die nationale Sicherheit am dringendsten gebraucht wird.
Dienstpflicht ist kein Wunschkonzert
Neben dem Sicherheitsaspekt geht es bei dieser Vorlage auch um die moralische Integrität des Milizsystems. Die Wehrgerechtigkeit wird wiederhergestellt und der Zivildienst auf seinen ursprünglichen Zweck zurückgeführt. Er wird nicht abgeschafft, sondern steht weiterhin jenen offen, die einen echten Gewissenskonflikt haben. Die Vorlage ist ein erster, entscheidender Schritt eines Gesamtpakets des Bundesrates zur langfristigen Sicherung der Bestände von Armee und Zivilschutz. Nationalrat Reto Nause (Die Mitte), Präsident der Allianz Sicherheit, bringt es auf den Punkt: «Wir alle wollen eine Schweiz, die für Krisen gewappnet ist. Das heutige Ja an der Urne ist ein entscheidender Schritt für eine glaubwürdige und zukunftsfähige Sicherheitspolitik.»

